Angst vor Veränderung

Das Leben ist schon manchmal merkwürdig. Und es kann so unbequem sein, dass es auf eine eigenartige Weise schon wieder bequem ist. Zumindest relativ, weil Veränderung eben nicht umsonst zu haben ist. Und ganz oft auch ganz viel Angst macht. Also sitzt du da und wartest, dass sich etwas verändert.

Dass du selbst etwas tun und einfach mal in die Gänge kommen müsstest, weißt du schon irgendwie. Und wenn da diese Angst nicht wäre... Einerseits Angst, dass sich nie etwas verändern wird und andererseits die noch viel größere Angst vor dem, was kommen könnte, wenn du erst einmal anfängst mit den Veränderungen.

Mit den Ängsten ist das so eine Sache. Es gibt welche, die sind ausgesprochen sinnvoll. Die vor dem Säbelzahntiger zum Beispiel. Zumindest war sie das irgendwann mal. Und es gibt welche, die stehen uns eher im Weg.

Ängste, die handlungsunfähig machen, sind in den meisten Fällen nicht besonders praktisch. Solange sie sich auf ein ganz bestimmtes Szenario beziehen, kann ich diese Situationen ohne große Einbußen meiden. Ich muss ja nicht Klettern gehen und ich muss auch nicht ins Flugzeug steigen. (Ängste lassen sich übrigens u.a. mit Hypnose hervorragend auflösen.) Doch wir erinnern uns, Ausgangspunkt war die Angst vor Veränderung. Die Angst davor, deinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben. Nicht besonders spezifisch, nicht wahr.

Versuche doch mal Folgendes (und sprich es laut aus, weil was wir von außen hören, wird vom Gehirn anders verarbeitet als das, was wir nur in Gedanken mit uns bereden):

Nimm dir mal etwas Konkretes, was du verändern willst und was dir Angst macht. Und sprich es aus. Und dann frage dich: „Und dann?“ Vermutlich wirst du sofort auf das Nächste stoßen, was dir Angst macht. Und dann mache weiter. Sprich es aus und frage dich: „Und dann?“ Und mache so lange weiter, bis du auf den Säbelzahntiger triffst. Eine Warnung vorab: Das passiert so gut wie nie.

Konkretes Beispiel? Stell dir vor, du bist total unzufrieden mit deinem Job. Du rackerst dich ab, bekommst wenig Dank dafür und eigentlich würdest du den Job am liebsten hinwerfen. Und da kommt die Angst. Was soll werden? Bin schon zu alt, finde keinen neuen Job, kann nicht genug, kann die Kollegen nicht enttäuschen... Wenn du schon bis hierher gelesen hast, wird das vermutlich bei dir dafür sorgen, dass du einfach weiter machst, nicht wahr?

Jetzt kannst du ja mal de Übung machen: „Ich kündige meinen Job.“ „Und dann? „Bin ich arbeitslos“ „Und dann?“ „Muss ich zum Arbeitsamt“ „Und dann?“ „Muss ich mit wenig Geld auskommen“ „Und dann?“ „Muss ich überlegen,w o ich sparen kann“ usw.
oder
„Ich kündige meinen Job“ „Und dann?“ „Müssen die Kollgen meine Arbeit mit machen“ „Und dann?“ „Müsste eigentlich jemand eingestellt werden“

Arbeite einfach alle Dinge ab, die dich im Zusammenhang mit der potentiellen Veränderung beschäftigen. Und du wirst meistens merken, dass die Dinge, die im Weg zu stehen scheinen, entweder an alten Gewohnheiten kratzen oder gar nicht wirklich etwas mit dir zu tun haben. Wenn du weniger Geld hast, musst du dich vielleicht an vielen Stellen vorübergehend einschränken. Wieviel kannst du aber gewinnen, indem du über dein Leben frei entscheidest? Und für die Strategien deines (ehemaligen) Arbeitgebers bist du schlicht nicht verantwortlich.

Ich sage nicht, dass Veränderung einfach sein muss. Sie ist möglich. Für jeden. Und ja, manchmal tut sie auch weh.

Komme doch einfach mal in meinen Workshop „Wahlmöglichkeiten erkennen – Chancen ergreifen“, wenn du über Veränderung nachdenkst und nicht so recht weiter weißt. Ich bin sicher, du kannst einiges mitnehmen. Darüber, wie du deinen Weg finden und wie du Ideen entwickeln kannst, um deinen Platz im Leben zu finden. Und wie du lernen kannst, Dinge los zu lassen.

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